Schutz für die Kleinsten
News vom 17. Februar 2009
Das sichtbare Zeichen für den Erfolg von Impfungen tragen viele Erwachsene noch auf ihrem Oberarm – die Narbe der Pockenimpfung. Heute müssen Kinder nicht mehr gegen diese schreckliche Krankheit geimpft werden, denn dank einer groß angelegten Impfkampagne der Weltgesundheitsorganisation WHO gelten die Pocken seit 1980 als ausgerottet.
Andere Bedrohungen bestehen aber weiterhin. So gelang es trotz großer Anstrengungen bislang nicht, die Erreger von Masern oder Kinderlähmung ganz zu eliminieren. Vor allem die Masern sorgten in den vergangenen Wochen dabei immer wieder für Schlagzeilen: So rügte die WHO in einer aktuellen Veröffentlichung explizit Deutschland wegen des geringen Impfgrades bei Masern.
Kinderkrankheiten sind keineswegs harmlos. Die STIKO veröffentlicht den Impfkalender, der die jeweils aktuellen Empfehlungen für Impfungen enthält. Vor allem in den vergangenen Jahren seien hier einige neue Impfungen dazugekommen.
So empfiehlt die STIKO seit 2004 eine allgemeine Impfung gegen Windpocken. In der Begründung betonen die beteiligten Mediziner dabei auch den Kollektivschutz, der mit der Impfung einhergeht. Dank dieser sogenannten Herdenimmunität sind nicht nur geimpfte Personen geschützt. Auch Ungeimpfte profitieren von der allgemeinen Immunisierung, weil die Wahrscheinlichkeit, mit Erkrankten in Kontakt zu kommen, insgesamt sinkt.
Ebenfalls neu in den Impfkalender aufgenommen wurde die Impfung gegen Pneumokokken. Diese Bakterien können schwere Infektionen wie Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung verursachen und Krankheiten wie Mittelohrentzündung oder Lungenentzündungen auslösen. Für ältere Kinder und Erwachsene stand hier schon seit längerem ein Impfstoff zur Verfügung.
Dieser Impfstoff bewirkte allerdings bei Säuglingen und Kleinkindern keinen ausreichenden Impfschutz. Grund dafür waren Besonderheiten im Immunsystem von Kleinkindern. Die körpereigene Abwehr von Säuglingen erkennt die Pneumokokken nur schlecht, da die Erreger mit einer Kapsel aus Zuckermolekülen, sogenannten Polysacchariden, umgeben sind. Damit das Immunsystem von Säuglingen die eindringenden Pneumokokken-Erreger erkennen kann, griff der Impfstoffhersteller daher zu einem Trick: Er koppelte Teile der Zucker-Kapsel an Eiweiße, die vom Immunsystem besser erkannt werden. Dank dieses sogenannten Konjugat-Impfstoffes könnten Kinder schon ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat gegen Pneumokokken geimpft werden.
Noch nicht erfüllt habe sich der Wunsch vieler Mediziner nach einem Impfstoff gegen Meningokokken vom Typ B, erklärt Sabine Reiter vom Robert Koch-Institut. Die Wissenschaftlerin leitet dort das Fachgebiet “Impfprävention”. Sie erläutert, dass es gegen Meningokokken des Typs C bereits einen Impfstoff gebe. Dieser bietet allerdings keinen Schutz gegen Erreger der Gruppe B, die in Deutschland rund 70 Prozent aller Erkrankungen verursachen. Betroffen davon sind vor allem Kleinkinder und Jugendliche – noch heute sterben fast zehn Prozent der Patienten. Aber auch wenn noch kein vorbeugender Schutz gegen Meningokokken vom Typ B existiert, sollten Eltern ihre Kinder gegen Meningokokken impfen lassen, empfiehlt die STIKO. Dadurch sinke zumindest das Risiko, an Erregern des Typs C zu erkranken.
Keine offizielle Empfehlung der STIKO hat bislang die Impfung gegen Rotaviren. Die Erreger verursachen bei Kindern vor allem Erbrechen und Durchfallerkrankungen. Seit 2006 sind in Deutschland zwei Impfstoffe gegen Rotaviren zugelassen. Daten aus Österreich zeigten, dass die Impfungen tatsächlich zu einem deutlichen Rückgang an Krankenhausaufenthalten wegen Rotaviren-Erkrankungen führen. In Österreich ist die Impfung seit 2006 offiziell empfohlen.
Hinter der zurückhaltenden Einstellung der STIKO zum Rotaviren-Impfstoff stehen allerdings auch finanzielle Überlegungen: Sobald die STIKO eine Empfehlung für einen Impfstoff ausspricht, sind die Krankenkassen verpflichtet, die Kosten für die entsprechende Impfung zu übernehmen. Einzelne Krankenkassen bezahlen allerdings auch heute schon die Impfung gegen Rotaviren. Interessierte Eltern sollten daher im Zweifelsfall bei ihrer Kasse nachfragen.
Ein Trend bei der Impfstoffentwicklung dürfte vor allem Eltern und Kinder freuen: Immer mehr Impfstoffe werden in Form von Kombinationsimpfungen angeboten, so dass nicht für jede einzelne Impfung ein Arztbesuch nötig ist. Zeit und Nerven der Eltern würden dabei ebenso geschont wie die Ärmchen der Kinder.
Tags:Kinder, Gesundheit, Gesundheit, Masern, Impfstoff
Verwandte Artikel
Kategorie: Gesundheit | Keine Kommentare »
Orangenmarmelade pur und kreativ
News vom 17. Februar 2009
Rezept für etwa 8 Gläser je 200 ml
Zutaten: 500 g Orangenfilets (vorbereitet gewogen), von etwa 9 Orangen 500 ml Orangensaft 1 Packung Extra Gelierzucker
Vorbereiten: Orangen schälen, weiße Haut dabei mit entfernen, Fruchtfilets herausschneiden und 500 g Fruchtfilets abwiegen.
Zubereiten: Orangenfilets und -saft in einem Kochtopf mit Extra Gelierzucker gut verrühren. Alles unter Rühren bei starker Hitze zum Kochen bringen und unter ständigem Rühren mindestens 3 Minuten sprudelnd kochen. Kochgut eventuell abschäumen, sofort randvoll in vorbereitete Gläser füllen. Mit Schraubdeckeln (Twist-off®) verschließen, umdrehen und etwa 5 Minuten auf dem Deckel stehen lassen.
Zutaten nach Lust und Laune
Eine exotische Variante bekommen Sie, wenn Sie 200 g Orangenfilets durch 200 g vorbereitete Mangowürfel (Mango schälen, Fruchtfleisch vom Stein schneiden und fein würfeln) ersetzen. Oder probieren Sie eine Multivitamin-Orangenmarmelade. Dafür ersetzen Sie den Orangensaft durch 100%igen Multivitaminsaft.
Für eine edle Variante mit Alkohol ersetzen Sie 200 ml Orangensaft durch 200 ml Prosecco. Anschließend wie im Rezept beschrieben zubereiten.
Durch die Zugabe von 2 EL vorbereiteter Minze oder Zitronenmelisse (Kräuter waschen, trocken tupfen und fein schneiden) wird Ihre Orangenmarmelade noch frischer. Die Kräuter nach 2 Minuten Kochzeit zugeben und noch 1 Minute mitkochen.
Eine Orangen-Kokos-Marmelade bekommen Sie, wenn Sie anstatt 500 ml Orangensaft nur 200 ml Orangensaft und 200 ml Kokosmilch verwenden.
Oder versuchen Sie die feurige Orangenmarmelade. 1-2 getrocknete Chilischoten sehr fein hacken und vor dem Kochen zur Marmelade geben.
Hinweis: Die Haltbarkeit wird durch die Zugabe von Kräutern, Kokosmilch und Chili verkürzt.
TIPPS: – Gläser während des Erkaltens öfter umdrehen, damit sich die jeweiligen Zutaten besser verteilen. – Sie können die Marmelade statt mit Extra Gelierzucker, mit 1 Päckchen Gelfix Extra und 500 g Zucker zubereiten. – Für eine Gelierprobe geben Sie 1-2 Teelöffel der heißen Flüssigkeit auf einen gekühlten Teller. Wird die Gelierprobe dicklich bzw. fest, so bekommt auch der Rest Ihrer Marmelade genügend Festigkeit in den Gläsern. Wünschen Sie eine stärkere Festigkeit, rühren Sie 1 Päckchen Zitronensäure unter die heiße Flüssigkeit und machen noch eine zweite Gelierprobe, ehe Sie die Marmelade einfüllen.
Tags:Marmelade, Rezept, Orangen, Orangensaft, Orangenmarmelade
Verwandte Artikel
Kategorie: Rezepte | Keine Kommentare »
Rote-Bete-Apfel-Brötchen
News vom 17. Februar 2009
Rezept für etwa 12 Stück
Für das Backblech: etwas Fett Backpapier
Hefeteig: 1 Glas Rote Bete (Abtropfgewicht 220 g) 100 ml Wasser 500 g Weizenmehl 1 Päckchen Trockenbackhefe 1 TL Zucker 1 1/2 TL Salz 1 gestrichener TL gemahlener schwarzer Pfeffer 1 Apfel (etwa 200 g), z.B. Boskop 2 EL fein gehackte Petersilie 2 EL Schnittlauchröllchen
Vorbereiten: Rote Bete auf einem Sieb gut abtropfen lassen und mit dem Wasser mit einem Mixstab pürieren. Backblech fetten und mit Backpapier belegen. Backofen vorheizen. Ober-/Unterhitze: etwa 200°C Heißluft: etwa 180°C
Hefeteig: Mehl mit Hefe in einer Rührschüssel sorgfältig vermischen. Übrige Zutaten – bis auf Apfel und Kräuter – hinzufügen und alles mit einem Handrührgerät (Knethaken) kurz auf niedrigster Stufe verrühren, dann auf höchster Stufe in etwa 5 Minuten zu einem glatten Teig verarbeiten. Zuletzt Apfel schälen, grob reiben und sofort mit den Kräutern unter den Teig kneten. Teig zugedeckt an einem warmen Ort so lange gehen lassen, bis er sich sichtbar vergrößert hat.
Teig auf leicht bemehlter Arbeitsfläche noch einmal kurz durchkneten. Teig in 12 gleich große Stücke teilen und diese zu ovalen oder länglichen Brötchen formen. Teigstücke auf das Backblech legen, runde Brötchen kreuzweise, längliche parallel dreimal mit einem scharfen Messer etwa 1 cm tief einschneiden. Brötchen mit Wasser bestreichen und nochmals gehen lassen, bis sie sich sichtbar vergrößert haben.
Einschnitte eventuell nochmals nachschneiden. Backblech in den Backofen schieben. Backzeit: etwa 30 Minuten
Brötchen auf einem Kuchenrost auskühlen lassen.
Tags:Hefeteig, Rezept, Rote-Bete, Brötchen, Rezepte
Verwandte Artikel
Kategorie: Rezepte | Keine Kommentare »
