Voller Genuss mit leichten Folgen

News vom 17. Februar 2009

Lollo rosso, Feldsalat, Chicorée, Eichblattsalat, aromatische Tomaten, Gurken, frische Kräuter, Zwiebeln und Pilze: Salate sind gesunde Vitaminpakete, die nicht nur unserm Körper guttun, sondern auch fantastisch schmecken – und zwar nicht nur mageren Fitnesshäschen.

Wer regelmäßig viel Salat isst, hat meist auch keine Gewichtsprobleme. Das kommt daher, dass Salat kalorienarm ist, weil er viel Wasser enthält, wodurch gleichzeitig ein großes Volumen entsteht. Da uns nicht die Kalorien satt machen, sondern das Volumen eines Lebensmittels, können wir viel vom Salat essen, ohne zuzunehmen. Natürlich gilt das nicht für kalorienhaltige Varianten wie Nudel-, oder Kartoffelsalat mit Mayonnaise.

Im Salat seien auch viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, diese können Krebs vorbeugen und unseren Körper vor krankhaften Gefäßveränderungen und Fettablagerungen schützen. Die Ballaststoffe kurbelten die Verdauung an. Wann wir ihn am besten essen sollten, sei Typsache. Manche bekommen leichte Magenbeschwerden, wenn sie abends Salat essen, anderen macht es überhaupt nichts aus. Ein guter Tipp bei empfindlichem Magen: den Salat immer gut kauen.

Wenn es um Salat geht, dürfe auch das Thema Nitrat nicht fehlen, denn Nitrat selbst ist nicht giftig, im Körper kann daraus aber Nitrit entstehen, das wiederum an der Bildung von krebserregenden Stoffen beteiligt ist. Im Sommer enthalte Salat grundsätzlich weniger Nitrat als im Winter, es entstehe aber bereits Nitrit, wenn er geerntet in der Wärme auf dem Markt liege.

Im Winter weist der Salat zwar per se mehr Nitrat auf, da es aber kühler ist, entsteht gar nicht erst so viel Nitrit. Man solle den Salat deshalb nicht lange lagern, sondern schnell verbrauchen. Kaufen Sie, wenn möglich, auch im Winter Freilandware. Zitronensaft im Dressing oder ein Orangensaft, der zum Salat getrunken wird, bremsten zudem mit ihrem Vitamin C die Umwandlung von Nitrat.

Momentan haben die sogenannten Wintersalate Saison, zum Beispiel Feldsalat, Radicchio, Chicorée, Frisée und Endivien. Der Benefit von Wintersalaten sei, dass sie alle ein bisschen bitter schmecken. Bitter kommt in unserer Ernährung nur selten vor, ist aber sehr gesund, da Speichelfluss und Gallentätigkeit angeregt werden, was wiederum die Verdauung begünstigt. Auf kulinarischer Seite ergeben sich dadurch tolle Geschmackskombinationen. Klassisch gut ist die Mischung mit Apfelstücken.

Für eine gute Salatsoße brauche man Übung und etwas Fingerspitzengefühl. Viele greifen deshalb zu Fertigsoßen, davon möchte ich aber deutlich abraten, sie enthalten meist sehr viel Fett, Salz und Zucker. Die Basis für ein gutes Dressing sei ein qualitativ hochwertiges kalt gepresstes Olivenöl. Bei der Dosierung brauchen Sie keine Kalorien zu zählen, vom Öl auf dem Salat wird man nicht dick. Wer dennoch unbedingt sparen wolle, könne das Öl mit ein bisschen Brühe strecken.

Wer die Abwechslung liebt, könne alle Wintersalate zum Beispiel mit frischen Früchten kombinieren. Gut geeignet sind Äpfel, Trauben, Mangos, Mandarinen, Ananas, Papayas oder auch Avocados. Bei der Wahl der richtigen Zwiebeln für den Salat rät die Moderatorin von normalen, weißen Kochzwiebel ab, sie seien zu scharf. Besser sind große rote Zwiebeln, sie schmecken milder, gut sind auch Frühlingszwiebeln.

Bei Menschen, die Salat nicht so gerne essen, sollte man Ursachenforschung betreiben. Manche mögen zum Beispiel Rohkost nicht oder den Umstand, dass es ein kaltes Gericht ist. Hier gibt es leckere Alternativen, zum Beispiel einen (lauwarmen) Brokkolisalat mit Nüssen. Viele Kinder mögen keinen Salat, weil sie die Blätter stören und weil sie Lebensmittel generell lieber einzeln essen, da sie sie so gut zuordnen können. Viele klein geschnittene vermischte Zutaten, die noch dazu von einem Dressing überdeckt seien, lockten Kinder eher weniger. Sie knabbern dafür sehr gerne Rohkost-Sticks – ohne alles, weniger ist hier mehr.


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Zum Frittieren hitzestabile Fette verwenden

News vom 17. Februar 2009

Viele Köche lieben es, wenn es in der Küche brutzelt und zischt. Damit man beim Braten und Frittieren noch die Hand vor Augen sieht, sollte man hitzestabile Fette mit hohem Rauchpunkt einsetzen. Sie fangen auch bei längerem Gebrauch nicht gleich zu qualmen an. Darauf weisen die Experten der Centralen Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft (CMA) hin.

Zum Hocherhitzen eignen sich beispielsweise hitzestabile, raffinierte Pflanzenöle. Vor allem empfehlen die Experten Rapsöl, dessen Rauchpunkt bei deutlich über 200 Grad liegt. Kaltgepresstes Rapsöl ist allerdings zum Frittieren nicht geeignet, da es einen niedrigen Rauchpunkt hat.

Auch Butter hat einen relativ niedrigen Rauchpunkt und schäumt und spritzt, sobald sie hohe Temperaturen erreicht. Das liegt daran, dass sie neben Fett auch Wasser, Eiweißstoffe und Milchzucker enthält. Für den buttrigen Geschmack sollte man in der warmen Küche daher lieber auf Butterschmalz zurückgreifen. Es enthält nur wenig Eiweiß und Wasser und sein Rauchpunkt liegt bei stattlichen 205 Grad.


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Ureinwohner von New Mexiko tranken schon vor 1000 Jahren Kakao

News vom 17. Februar 2009

Im heutigen US-Bundesstaat New Mexiko wurde schon vor 1000 Jahren Kakao getrunken. Das Genussmittel stammte aus Anbaugebieten, die mindestens 2000 Kilometer entfernt liegen. Das folgern Wissenschaftler aus dem Fund von Kakaorückständen in alten Trinkgefäßen aus dem Chaco Canyon in New Mexico.

Die Forscher untersuchten Scherben von Krügen und zylinderförmigen Gefäßen, deren genauer Zweck bisher unbekannt war. Die Stücke stammten aus Pueblo Bonito im Chaco Canyon, der größten archäologischen Fundstätte in New Mexico. In der Erde an den Scherben fanden die Forscher Theobromin. Dieser dem Koffein nah verwandte Wirkstoff ist ein charakteristischer Bestandteil von Kakao und ist wegen seiner anregenden Wirkung für dessen Beliebtheit mitverantwortlich.

Die Ureinwohner von New Mexico nahmen den Kakao in Getränkeform zu sich, schließen die Forscher aus der Tatsache, dass sich die Theobromin-Rückstände nicht direkt in den Scherben und in der Erde fanden und aus der Form der Gefäße. Möglicherweise wurde das Getränk nach ähnlichen Rezepten zubereitet, wie sie auch die mittelamerikanischen Könige verwendeten: gemahlene Kakaosamen, kaltes Wasser, Maismehl, Chilipulver und einige andere Gewürze.

Im Mexiko der Azteken und Maya hatte Kakao einen hohen kulturellen Stellenwert. Eine klassische Maya-Malerei zeigt, wie eine Frau das Kakaogetränk aus einer Vase in eine andere gießt, um ihn vor dem Servieren aufzuschäumen. Die Zylindergefäße aus Pueblo Bonito könnten ähnlichen Riten gedient haben.

Die Forscher belegen mit ihrer Untersuchung außerdem, dass die eingeborenen Völker Kakao über weite Strecken handelten: Mindestens 2000 Kilometer beträgt die Entfernung von Veracruz, nahe dem heutigen Mexico City, bis Pueblo Bonito. Vielleicht stammt der Kakao sogar aus noch südlicheren Anbaugebieten. Für diese Reise standen wohlgemerkt weder Lasttiere noch Fahrzeuge zur Verfügung – der Transport erfolgte zu Fuß.


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