Mobiler Kräutergarten
News vom 27. Februar 2009
Auch ohne Garten muss niemand auf frische Kräuter verzichten. Kräuter lassen sich problemlos auf dem Balkon oder im Zimmer heranziehen, wie die Gartenexperten der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen erklären.
Einige dieser Kräuter werden in den Gemüseabteilungen der Supermärkte in Töpfen angeboten. Sie sind eigentlich zum schnellen Verbrauch gedacht und stehen deshalb in relativ kleinen Töpfen mit wenig Erde. Will man sie weiter kultivieren, sollte man sie möglichst bald in einen größeren Topf pflanzen, empfehlen die Gartenexperten. Auch sollte zunächst nicht geerntet werden, damit sie genügend Blattmasse bilden können, um weiter zu wachsen. Voraussetzungen für den Kräuteranbau im Zimmer sind ein helles Fensterbrett und ausreichende Feuchtigkeit. Der mobile Kräutergarten hat nach etwa zwölf Wochen eine Größe erreicht, bei der man Blätter und Triebe fortlaufend schneiden kann.
Mit etwas Geduld kann man sich seine Kräuter aber auch gut selbst heranziehen. Wer wenig Erfahrung hat, sollte zunächst Pflanzen auswählen, die anspruchslos sind. Neben dem Saatgut benötigt man Töpfe, mit Sand gemischte Anzuchterde oder spezielle Kräutererde, Etiketten und eventuell Gefrierbeutel. Die Aussaat der Kräuter ist einfach. Es ist jedoch darauf zu achten, ob es sich um Licht- oder Dunkelkeimer handelt. Saatgut von Lichtkeimern wie Basilikum, Bohnenkraut, Oregano, Estragon, Majoran, Thymian und Zitronenmelisse darf nicht mit Erde bedeckt werden. Allenfalls Zeitungspapier sei als Abdeckung gegen Feuchtigkeitsverlust erlaubt, bis die Keimung erfolgt ist, sagen die Fachleute.
Eine Alternative sind Saatscheiben. Zwischen zwei dünnen Lagen Vliespapier liegen die Saatkörner genau im richtigen Abstand. Die Saatscheiben haben einen Durchmesser von beispielsweise acht Zentimetern und passen genau auf einen Acht-Zentimeter-Topf. Dieser wird mit Erde gefüllt, die Saatscheibe wird aufgelegt, eventuell dünn mit Erde bedeckt und anschließend angegossen. Jetzt muss nur noch auf gleichmäßige Feuchtigkeit geachtet werden. Das mühsame Vereinzeln ist nicht mehr nötig. Später kann man die Kräuter in den Garten oder Balkonkasten pflanzen oder auf der Fensterbank stehenlassen und davon ernten.
Tags:Gemüse, Thymian, Kräutergarten, Majoran, Bohnenkraut
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Der perfekte Cappuccino
News vom 27. Februar 2009
Ein schlichtes Tässchen Kaffee bestellt man heute nur noch selten. Das beliebte Heißgetränk wird inzwischen in allen denkbaren Variationen angeboten. Den Latte Macchiato unterscheidet dabei vom Cappuccino oder vom Café au Lait die Milchmenge, wie die Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft erläutert.
Der Klassiker Café au Lait besteht aus einer Mischung von zwei gleichen Teilen warmer Milch und Kaffee. Für den Cappuccino, der seinen Namen einem italienischen Kapuzinermönch verdankt, mischt man hingegen ein Drittel Kaffee oder Espresso mit zwei Dritteln Milch beziehungsweise Milchschaum.
Der Latte Macchiato besteht zu drei Teilen aus Milch und zu einem Teil aus Espresso. Um das Getränk in der typischen Schichtenoptik servieren zu können, muss man zuerst die warme Milch in das Glas oder die Tasse gießen. Erst dann lässt man den heißen Espresso vorsichtig einfließen. Er darf dabei nicht kälter sein als die Milch, sonst kehren sich die Schichtungsverhältnisse um.
Der beliebte Milchschaum entsteht, weil das Fett und Eiweiß in der Milch beim Aufschäumen ein Gerüst bilden, das kleine Luftbläschen einschließt. Mit fettreduzierter Milch erhält man stabile Schaumkronen. Liebhaber können stattdessen auch eine spezielle Cappuccino-Milch verwenden. Sie hat einen Fettgehalt von 2,5 Prozent, ist mit Eiweiß angereichert und verspricht einen besonders stabilen und cremigen Schaum. Zusätzlich sollte man darauf achten, dass die Milch nicht stärker als 60 bis 65 Grad erhitzt wird, da sonst zu viele Eiweißmoleküle gerinnen und keine Luftbläschen festgehalten werden können.
Ein professioneller Barista krönt seine Kaffeespezialitäten oft noch mit etwas Kunst, der sogenannten “Latte Art”. Die raffinierten, braun-weißen Verzierungen entstehen, wenn man die Kanne beim Eingießen der Milch geschickt dreht und wendet. Geübte schaffen es so, Herzen, Blumen oder sogar Drachen aus Milch und Kaffee zu zeichnen.
Tags:Milch, latte art, Getränk, Kaffee, cappuccino
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Das Feinste vom Fleisch
News vom 27. Februar 2009
Das beste Stück vom Rind, Lamm oder Schwein wussten schon berühmte Persönlichkeiten der Weltgeschichte zu schätzen: Ob Napoleons Widersacher, der Duke of Wellington, oder der schwerreiche russische Kaufmann Stroganoff – sie alle waren nicht nur verbürgte Filet-Fans sondern auch Namensgeber für die populärsten Zubereitungsarten ihrer Lieblingsspeisen.
Das zarte Luxusfleisch ist fein im Geschmack und kommt meist kurzgebraten als Steak, pochiert oder als ganzer Braten auf den Tisch. “Lange Garzeiten sind beim Filet nicht nötig, da das Fleisch von Natur aus sehr zart ist”, betont der Profikoch. Typisch sei die Zubereitung zum Beispiel im Rotwein- oder Kräutersud. Bei der Vorbereitung für die Küche könne man nicht allzu viel falsch machen: “Wenn Sie Steaks wollen, wird das längliche Filet im rechten Winkel zur Faserung geschnitten, so dass man schöne Scheiben erhält”, erläutert der Küchenchef.
Nicht alle Filets seien von gleicher Qualität: Ein Rinder- oder Lammfilet sei beispielsweise teurer als ein Schweinefilet, genau wie die anderen Fleischstücke dieser Tiere auch. “Allerdings gibt es auch Schweine, die durch eine spezielle Aufzucht oder Fütterung ein besonders schmackhaftes Fleisch produzieren, das dann wiederum einem Rinderfilet aus dem Supermarkt qualitativ überlegen ist”, weiß Jeske. Wichtig sei vor allem, dass man die Herkunft des Produkts kenne. “Gutes Filet sieht auch in rohem Zustand appetitlich aus und hat einen angenehmen Geruch, ist das nicht der Fall, lässt man besser die Finger davon”, rät der Experte.
Filetstücke seinen deswegen so zart, weil das Filetfleisch kaum Bindegewebe enthalte und an den Stellen sitze, die das Tier wenig bewege. “Das Filet ist ein Teil des unteren Rückens, rechts und links neben der Wirbelsäule unter der kurzen Rippe”, informiert der Experte. Die Filetstücke bildeten den kleinsten Anteil der gesamten Fleischmasse eines Tieres und seien deshalb auch relativ teuer. Doch der exzellente Geschmack mache die Ausgabe für die meisten Fleischliebhaber wieder wett.
“Eines meiner Lieblingsgerichte ist zum Beispiel Geschnetzeltes vom Kalbsfilet mit Schweizer Rösti – eine absolute kulinarische Erfüllung”, schwärmt der Gourmetkoch. Die Kombination des zarten Geschnetzelten mit der sahnigen Sauce und den knusprigen Kartoffelplätzchen sei ein ganz besonderes Geschmackserlebnis. “Wichtig ist, dass Sie das geschnetzelte Fleisch in mehreren Portionen in der Pfanne anbraten, dann bleibt das Fleisch außen kross und innen zart”, rät Jeske.
Auch Boef Stroganoff zählt zu den Klassikern unter den Filetgerichten. “Der russische Ursprung der Stroganoff-Zubereitung ist gleich klar, wenn man das Gericht auf dem Teller sieht – saure Gurken und Rote Bete sind zwei Basics der traditionellen russischen Küche”, erläutert Jeske. Als weitere Grundzutaten verwende man zudem noch Champignons und Sauerrahm. “Die säuerliche Soße wird durch eine deutliche Estragonnote abgerundet”, sagt der Küchenchef.
Die Zubereitungsart “Wellington” ist nach dem genialen britischen Militärstrategen benannt. Passend dazu kommt das Rinderfilet im Teig-Tarnmantel daher. “Das Filet wird mit einer Pilzschicht bestrichen, dann wahlweise in Schinken oder Speck gewickelt und letztlich in Blätterteig gehüllt”, erklärt der Chefkoch. Die Kunst bei der Zubereitung sei, das Fleisch genau auf den Punkt zu garen: “Auch wenn die Oma aufschreit, es muss in jedem Fall zartrosa sein”, betont der Profikoch. Als Beilagen passen knackige Karotten und frische Erbsen.
Doch Filet schmeckt auch ganz pur: “Ich persönlich liebe auch ein tolles Rinderfiletsteak vom Grill mit feiner Kräuterbutter”, schwärmt Jeske, der sich schon heute auf diesen sommerlichen Fleischgenuss freut.
Tags:rind, Küche, filets, Braten, fleisch
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